Geschichte
ST.-SERVATIUS-KIRCHE SELENT
Am Selenter See steht die nördlichste Kirche Europas, die dem Eisheiligen St. Servatius geweiht wurde. Erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1197, ist sie mit über 825 Jahren die älteste Kirche in der Propstei Plön.
Ein besonderes Schmuckstück der Kirche ist der kostbare Passionsaltar aus dem Jahr 1681. In der Passionszeit wurde der Altar früher geschlossen – die Gemeinde blickte dann auf eine in Öl gemalte Auferstehungsszene auf der Rückseite der Altarflügel: „Jesus thut auferstehen" steht in plattdeutscher Sprache unter dem Bild, das den auferstandenen Christus in kräftigen, bunten Farben zeigt, schwebend über dem Grab, in der linken Hand das Siegespanier. Zum Osterfest wurden die Altarflügel dann wieder geöffnet und die Besucher konnten den Altar in seiner vollen Pracht mit geschnitzten und bemalten Figuren erblicken – ein sinnenhaftes Ostererleben, das sicher viel Freude erweckte.
Die St.-Servatius-Kirche ist bis heute ein lebendiger Ort des Glaubens, der Musik und der Gemeinschaft – mit regelmäßigen Gottesdiensten, Konzerten und besonderen Veranstaltungen wie dem jährlichen Gartengottesdienst und dem Motorradgottesdienst.
KIRCHE FARGAU
Die kleine Kirche in Fargau wurde im Jahr 1952 nach Plänen des Architekten Langmaack erbaut. Der Bau geht auf eine großzügige Stiftung der Gräfin Blome zurück.
Die Kirche Fargau ist ein schlichter, stimmungsvoller Bau, der sich harmonisch in die ländliche Umgebung einfügt. Sie dient der Gemeinde als zweiter Gottesdienstort – im Wechsel mit der St.-Servatius-Kirche in Selent finden hier regelmäßig Sonntagsgottesdienste statt. Besonders beliebt sind die Montags-Mittagsgebete (Friedensgebete) um 12 Uhr mit Gemeindepädagogin Sylvia Bernien.
Zusammen mit der St.-Servatius-Kirche laden beide Kirchen Einheimische und Urlauber herzlich ein, in unserer ländlichen Gemeinde mitzuwirken oder Gast zu sein.